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Geschichte der Vorhänge

Stoffe waren schon immer ein wichtiger Bestandteil, um Wohnungen zu dekorieren und gemütlicher zu gestalten.

Bis ins späte 16.Jahrhundert wurden Textilien vor allem zur Dekoration von Wänden und Betten verwendet. Die mit allen Arten von Stoffen behängten Himmelbetten demonstrierten Status und Reichtum und waren nur für wohlhabende Leute erschwinglich. Doch zu dieser Zeit war es noch nicht üblich, Stoffe vor Fensteröffnungen anzubringen.

Dies kam in Europa erst im 17.Jh. auf. Durch den ansteigenden weltweiten Handel  waren rasch viele verschiedene Arten von Vorhängen anzutreffen. Der technische europäische Fortschritt in der Textilindustrie beschleunigte die Entwicklung weiterhin. In Lyon zum Beispiel entstand das Zentrum der europäischen Seidenverarbeitung. Der französische Hof in Versailles trug wesentlich zur barocken Stilprägung des 17. und 18. Jahrhunderts bei. Durch die Feldzüge Napoleons nach Ägypten gewann der französische Empire-Stil an Popularität.

Im 19.Jh. demonstrierten die Mittel- und Oberschichten ihren Wohlstand und Status durch immer weitere Ausschmückungen und überluden ihre Häuser mit Decken, kompliziert genähten Behängen und Stoffbezügen bis dies fast skurrile Ausmasse erreichte.

Doch Ende des 19.Jh. besann man sich wieder zurück zu Schlichtheit und wählte einfachere Motive. Ausgelöst wurde dies durch eine Handwerksbewegung, gestartet vom Engländer William Morris, welche die Qualitäten des Handwerks wieder in den Vordergrund stellte. Dies führte dazu, dass wieder einfachere Vorhänge und natürlichere Designs in Mode kamen.

Im 20.Jh. existierten viele Stilrichtungen parallel: der romantische Stil, der Jugendstil, Trends der modernen Kunst. Die Nachkriegszeit brachte die optimistische Moderne und Mitte des 20.Jh. boomte die Pop Art. Ende des 20.Jh. führte die ausgeprägte Konsumhaltung der westlichen Welt zum Minimalismus in den 1990er Jahren.

Jetzt im 21.Jh. können wir aus der ganzen Bandbreite der Stile der vergangenen Jahrzehnte wählen und auch der Austausch mit anderen Kulturen eröffnet uns weitere Auswahlmöglichkeiten.